Diese Therapieform ist benannt nach der Münchner Physiotherapeutin Renate Tanzberger, die dieses Konzept in vielen Jahrzehnten des Beobachtens, Entdeckens und Nachforschens stetig weiterentwickelt hat.
Probleme im Beckenbodenbereich sind häufig ein Tabu-Thema, behaftet mit Peinlichkeit und Scham.
Viele Menschen haben beispielsweise eine Form von Inkontinenz, trauen sich nicht darüber zu sprechen und leiden still unter dieser oft sehr großen Beeinträchtigung. Deshalb ist es gut und wichtig, dass dieses Thema vertrauensvoll und offen besprochen werden kann und die Betroffenen Möglichkeiten kennenlernen, wie sie dagegen vorgehen können.
Natürlich können Sie auch präventiv schon viel tun, um es erst gar nicht zu Problemen kommen zu lassen! Man kann diesen zentralen Bereich entdecken, stärken, seine natürliche Funktion wieder erwecken - und "nebenbei" auch bei Rücken-, Hüft- und Knieproblemen davon profitieren!
Der Beckenboden besteht aus Muskeln, Faszien und Bindegewebe. Er schließt unseren Körper nach unten ab, liegt wie ein Körbchen im knöchernen Becken. Auch Bänder und Nerven sind wichtige beteiligte Strukturen.
Dieser Boden unseres Rumpfes ist ca. 1 cm dick und ein sehr raffiniertes Geflecht.
Besonders der innere Teil ist über Faszienzüge intensiv vernetzt mit dem Rücken, dem Bauch und den Beinen und hat somit auch eine große Bedeutung für die Körperhaltung!
Umgekehrt hat die Aufrichtung einen immensen Einfluß auf den Beckenboden.
Die Harnröhre, der Analkanal und bei Frauen die Vagina gehen als Öffnungen hindurch.
Schließmuskeln im Bereich dieser Durchgänge sind mit anderen Muskeln zusammen verantwortlich für Halten und Entleeren.
Der Beckenboden gehört zu unserer Tiefenmuskulatur. Diese liegt skelettnah und balanciert, stützt, trägt und schützt.
Das passiert automatisch und reaktiv, deshalb ist diese Muskulatur nicht so bewußt mit unserem Gehirn „verdrahtet“. Viele Menschen spannen deshalb die leichter ansteuerbaren Muskeln wie Bauch, Beine und Gesäß an, wenn sie den Beckenboden erreichen wollen-diese Oberflächenmuskeln „kennen“ wir meistens gut!
Damit erreichen wir allerdings nicht die entscheidenden Muskeln unseres Beckenbodens.
Der erste Schritt für ein sinnvolles Beckenbodentraining ist deshalb die Schulung der Wahrnehmung und somit eine bessere Gehirnverknüpfung.
Man kann nur kräftigen und entspannen, also regulieren, was man auch spürt!
Das oben genannte „reaktive“ Anspannen ist auch der Grund, warum isolierte Anspannungsaufträge wie oft üblich nicht sinnvoll sind. Sie entsprechen nicht der Arbeitsweise des Systems.
Deshalb hat die Muskulatur fast immer eine Grundspannung, den Arbeitstonus, um die Kontinenz und die Topographiesicherung zu gewährleisten.
Die Muskeln müssen das aber nicht alleine halten, die Organe legen sich zum Teil auch direkt auf unsere Beckenknochen ab. Dies geht aber nur bei guter, aufrechter Körperhaltung.
beim Wasserlassen, Stuhlgang, Geschlechtsverkehr und bei der Geburt.
Der Beckenboden muss also unbedingt auch loslassen und entspannen können!
Der Beckenboden muss reaktiv arbeiten! Da kann unser Großhirn nicht erst umständlich einen Befehl hinschicken („Spann an beim Niesen“ o.ä.), das würde viel zu lange dauern - diese Reaktion muss in Bruchteilen von Sekunden erfolgen!
Der Beckenboden federt dann wie ein Trampolin, um die Druckwelle im Bauch abzufangen.
—> Unser Gehirn denkt immer in Mustern und arbeitet im System, es kennt keine Einzelmuskeln, deshalb ist der Beckenboden untrennbar verknüpft mit Bauch, Rücken, Zwerchfell und bildet als unteren Anteil die Kraftbasis für unseren Körper!
Das Tanzbergerkonzept® baut auf ein Zusammenspiel unserer Körperregionen, geht weg von einem isolierten Training im Sinn von simplem „Hochziehen und Loslassen“, welches nicht funktionell, unnatürlich und oft sogar schädlich ist.
Die Grundlage ist ein Spüren lernen und ein Verständnis für Anatomie und Physiologie, welches hilft den Sinn der Übungen zu verstehen.
Es beinhaltet visuelle Stimulationen, Atemtechniken, ein gezieltes Training für die verschiedenen Aufgabenbereiche des Beckenbodens, Alltagsstrategien, Haltungsschulung und Entspannungstechniken.
Alles basiert auf den natürlichen, physiologischen Vorgängen im Beckenboden-Sphinkter-System.
Lassen Sie sich darauf ein, diesen so wichtigen Bereich Ihres Körpers kennenzulernen, zu aktivieren und zu stärken.
Sprechen Sie uns gerne an für die Beckenbodentherapie nach Tanzberger in Planegg bei München, es lohnt sich!


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